Robert Brack: Blutsonntag | *****

Am 17. Juli 1932 marschierten SA Verbände durch das „Gängeviertel“ im roten Hamburg–Altona, einer Hochburg der KPD. Durch diese Provokation kam es zu blutigen Straßenschlachten zwischen linken Arbeitern und Nationalsozialisten. Die Hamburger Polizei, offiziell noch unter sozialdemokratischer Führung, aber faktisch von Nazis unterwandert, schoss wahllos in die Menge. Dieses Gemetzel mit 18 Toten ging als „Altonaer Blutsonntag“ in die Geschichte ein. – Ausgehend von dieser realen Begebenheit hat Robert Brack eine spannende Story konstruiert: die nicht immer parteikonforme, kommunistische Redakteurin Klara Schindler ermittelt auf eigene Faust und interviewt mit dem modernen „Magnetofon“ Zeugen, um die Hintermänner des Massakers zu finden und zu bestrafen. – Dem Autor gelingt es, in diesem packenden Kriminalroman die Atmosphäre in den letzten Jahren der Weimarer Republik authentisch wiederzugeben. Und wie es sich für einen Roman gehört, der in der libertären Edition Nautilus erscheint, sind die Kommunisten zwar die Guten, doch die Anarchosyndikalisten – mit ihrer „direkten Aktion“ – die Besseren…

Edition Nautilus | 2010 | 256 Seiten | Paperback | 9783894017286 | € 13,90

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